Wann findet der nächste "3nach Halb"-Gottesdienst statt????

 

Am Pfingstsonntag um 10.33 Uhr in der Marienkirche

zum Thema: "Reden mit Gott in allen Lebenslagen..... wenn ich verzweifelt bin"

 

Es wird ein Gottesdienst sein, der uns einlädt,

an verschiedenen Stellen der Kirche inne zu halten

und über die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten ins Nachdenken zu kommen.

Es gelten in diesem Gottesdienst die geltenden Abstandsregeln.

Die Kinder werden nicht extra betreut,

sondern können mit ihren Eltern die einzelnen Stationen in der Kirche besuchen.

 

Einen Brunch kann es leider noch nicht wieder geben!

 

 

 

Unsere Themenreihe 2020!

Reden mit Gott … in allen Lebenslagen

....wenn ich fröhlich bin

 

3nachHalb-Gottesdienst am 23. Februar 2020

 

Predigt

Das Leben soll ein Fest uns sein
wir feiern alle Tage
mit Jesus, der ist unter uns,
meist ist das keine Frage.

 

So sitzen wir auch heute hier
mit beten und mit singen
feiern an reich gedeckten Tischen
und wollen Gott Dank bringen.

 

Ein Dank für alle Leute hier
die Großen und die Kleinen
für alles, was vorbereitet ist
so soll´s sein, will ich meinen.

 

Doch einer störte unser Fest
Amos kam aus der Vergangenheit
er machte seinem Ärger Luft
aber passt er auch in uns´re Zeit?

 

Er mahnte uns nicht zu vergessen
das Recht und die Gerechtigkeit
doch ist das nicht ganz schön vermessen
zu uns´rer heil´gen Sonntagszeit?

 

Ich denke nicht, denn Gott will´s so,
dass wir ihn nicht vergessen
und mit ihm auch die Menschen nicht,
bei der Arbeit und beim Essen.

 

Gott hat es Mose eingeschärft
er gab´s ihm sogar schriftlich
vergesst meine Gebote nicht
hütet die Tafeln – sie sind wichtig.

 

So hielt es das Volk Israel
doch einfach war es nicht
denn die Philister raubten sie
und David ging mit ihnen ins Gericht.

 

Er holte sich den Raub zurück
die Bundeslade mit den Tafeln
damit Gottes Gesetz in unsrer Mitte ist
sonst kommt man noch ins Schwafeln.

 

Ja, dieser Weg, der war ein Fest
mit viel Musik und neuem Wagen
das Volk, das tanzte hin und her
und König David konnt´es nur ertragen

 

Wenn er als Erster tanzt und hüpft
allein zu Gottes Ehre
seine Freude steckte alle an – sie tanzten mit -
sie wolltens nicht verwehren.

 

Michal aber, Sauls Tochter, eine seiner Frauen
schaut dem Zug zu aus ihrem Fenster
sie ziehen in Jerusalem ein,
doch sie glaubt, sie sieht Gespenster.

 

Dass David tanzt, der hohe König
scheint ihr doch sehr vermessen
sie schimpft mit ihm und zankt gar sehr
wie kann ein König sich so vergessen?

 

Für David ist die Sache klar
er will Gott die Ehre geben
denn ohne sein Gebot und Schutz
will er – kann er nicht leben.

 

Michal bleibt Davids Frau
doch bleiben Kinder ihr verwehrt
er ist 40 Jahre König in Israel
ach, hätte er doch Gottes Gebote so begehrt

 

wie einst, als er vor der Bundeslade tanzte,
nun scheint er alles vergessen zu haben -
David will Bathseba für eine Nacht -
an den Folgen wird er immer tragen.

 

Auch König David missachtete Gottes Gebote
er brach die Ehe und mordete auch
was soll Gott nur mit uns Menschen machen
wenn Neid und Streit sind unter uns Brauch?

 

Gott sieht sich das eine Zeit lang an
dann beschließt er – hier muss ich was tun
er selbst wird ein Mensch, geboren als Kind
aber nicht, um in einem Palaste zu ruhn.

 

Nein, in Jesus geht Gott zu den Menschen,
zu denen vor allem, die arm und gering,
zu denen auch, die was auf dem Kerbholz hatten
um bei ihnen zu sein – das war sein Ding.

 

Wie rümpften da die Etablierten die Nasen,
Pharisäer und Schriftgelehrte konntens nicht versteh´n
doch die Zöllner und Sünder, bei denen er einkehrt,
ihr Leben wird verwandelt, sie lassen ihn nicht wieder gehn.

 

Sie sind es, die neu zu Gott finden
und die Jünger begreifens auch kaum
was will Jesus denn mit denen anfangen –
die betrügen und fremd geh´n – so ein Abschaum.

 

Doch wo Jesus einkehrt und Feste feiert
da krempelt es die Menschen um
sie sind plötzlich geachtet, was wert und Gott wichtig
sie folgen Jesus und fragen nicht warum.

 

Da ist eine Nähe, die heilt und die warm hält,
Geborgenheit – wie niemals empfunden
und das ist das Verrückte – lest´s nach in der Bibel -
diese Liebe trägt auch durch die dunkelsten Stunden.

 

Die bleiben den Menschen um Jesus nicht erspart
sie erleben sein Leiden, das Kreuz und das Sterben
doch Gott bleibt treu, wie er immer war,
und die bei Gott bleiben, werden sein Reich erben.

 

Und deshalb: geht in euch, wie Amos es wollte
denkt nach über Fehler, Sünde und Tod,
bittet um Vergebung – Jesus hält euch und trägt,
und wenn ihr bei ihm bleibt, dann seid ihr bei Gott.

 

Und dann kriegt auch unser Feiern einen tieferen Sinn,
die Lust und die Freude, das Singen, das Lachen,
unser ganzes Leben, der Alltag, die Feier,
in allem will Gott uns bewahren und Freude machen.

 

All unsere Feste, sie zeigen uns sachte,
was Gott für uns will – von Anfang an schon –
dass er die Erde für uns lebenswert machte,
bewahrt sie gut – sonst ist es ein Hohn.

 

Und ja, wir wollen heut feiern und lachen
uns essen und trinken und fröhlich sein
so wird es dereinst Gott im Himmel mit uns machen
dann dort – heute hier – als seine Gemeind’.

 

Amen – so sei es –
und in Gottes Namen,
bleiben wir so zusammen;
und darauf ein: Amen.

 

Annette von Biela, Pfarrerin

Bericht in der Volksstimme vom 24. Februar 2018: